H1: Wizards unterliegen in Kassel nach starkem Beginn
ACT Kassel II : TV Babenhausen - 76:69 (40:42)
Eine Woche nach dem intensiven Spitzenspiel gegen Weiterstadt stand für die Wizards die weite Auswärtsfahrt nach Kassel an. Das Team aus Nordhessen befindet sich im Tabellenmittelfeld, was auch daran liegt, dass ihre beiden Topscorer – die Wright-Brüder – aufgrund von Einsätzen in der Regionalliga mehrere Spiele verpassten. Auch im Hinspiel gegen Babenhausen waren sie nicht dabei. Personell mussten die Wizards ebenfalls auf wichtige Spieler verzichten. Mit Magnus Scharff und Rickey Long fehlten zwei wichtige Verteidiger, die mit ihrer aggressiven Spielweise – als echte „Wadenbeißer“ – besonders in solchen Partien oft den Unterschied machen können. Außerdem fehlte mit Alenko Zukanovic auch eine große Präsenz unter dem Korb und beim Rebound verletzungsbedingt.
Obwohl das Spiel tabellarisch für beide Teams keine große Bedeutung mehr hatte, wollten beide Mannschaften unbedingt als Sieger vom Feld gehen. Entsprechend engagiert starteten die Wizards in die Partie. Oliver Rohs setzte früh unter dem Korb ein deutliches Zeichen und nutzte seine körperliche Präsenz. Amil Klisura dirigierte gewohnt ruhig die Offensive, während Frederik Fischbach mit schnellen Drives immer wieder zum Korb zog. Michael Harris sorgte zudem mit Würfen aus der Distanz für Gefahr. Den Schlusspunkt eines unterhaltsamen ersten Viertels setzte Felix Klietsch, der mit einem Dreipunkte-Buzzerbeater für den 24:24-Ausgleich sorgte.
Auch im zweiten Viertel blieb die Partie ausgeglichen. Vor allem Tim-David Schrädt übernahm Verantwortung und erzielte allein in diesem Abschnitt zehn Punkte. Dank dieser starken Phase konnten die Wizards das zweite Viertel sogar 18:16 für sich entscheiden und mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause gehen.
Nach dem Seitenwechsel ließ jedoch die Spannung bei den Wizards etwas nach. Gleichzeitig begann eine Phase körperlicher Beschwerden, die den Spielfluss deutlich beeinträchtigte. Frederik Fischbach klagte über Schmerzen an der Achillessehne und musste kürzertreten. Kurz darauf landete auch Ersin Bayazit nach einer unglücklichen Aktion auf dem Knie und fand anschließend nicht mehr richtig ins Spiel. Max Heuser sammelte wichtige Minuten und entlastet das angeschlagene Team. Diese Phase nutzte Kassel aus und entschied das dritte Viertel 17:10 für sich. Der daraus entstandene Rückstand sollte sich im weiteren Verlauf als zu groß erweisen, um ihn im Schlussviertel noch einmal vollständig aufzuholen.
Positiv hervorzuheben, bleibt dennoch die defensive Leistung gegen Kassels Topscorer, der in der Oberliga im Schnitt beeindruckende 34 Punkte pro Spiel erzielt. Durch konsequente Verteidigung und permanente Aufmerksamkeit gelang es den Wizards, ihn deutlich einzuschränken – am Ende kam er „nur“ auf 18 Punkte.
Es spielten: Amil Klisura (15 Punkte/4 Dreier), Michael Harris (12/2), Frederik Fischbach (11/3), Tim-David Schrädt (11/2), Oliver Rohs (8), Felix Klietsch (6/1), Max Heuser (6), Ersin Bayazit, Anton Klug
Zum Saisonabschluss empfangen die Wizards am kommenden Samstag vor heimischer Kulisse TSV Krofdorf-Gleiberg. Dort möchte sich das Team mit einem Sieg aus der Oberliga verabschieden und die Spielzeit gemeinsam mit den Fans erfolgreich abschließen.
(mh)