TV Babenhausen : BC Gelnhausen - 93:81 (41:43)
Nach drei Niederlagen in Folge ging es am Wochenende gegen den BC Gelnhausen in eigener Halle darum, den hart erarbeiteten Platz an der Tabellenspitze nicht aus der Hand zu geben. Die Wizards waren ersatzgeschwächt in die Rückrunde gestartet. Dazu kamen noch einige ungewohnte Unkonzentriertheiten auf dem Feld. Dadurch hat das Team durch Niederlagen gegen die Mannschaften aus dem Tabellenkeller unnötige Punkte liegen lassen. Im Vorfeld appellierten Trainer und Sportlicher Leiter an die Mannschaft, im Spiel gegen Gelnhausen eine entsprechende Antwort zu geben. Die Niederlagen wurden analysiert und in den Trainingseinheiten gezielt an den Schwächen gearbeitet.
Die Wizards müssen weiterhin auf Frederik Fischbach verzichten. Auch Stammkraft Magnus Scharff musste kurzfristig aus freudigem Anlass für das Spiel absagen. Mit der Rückkehr von Führungsspieler Amil Klisura gab es jedoch auch positive Nachrichten zu vermelden. So gingen die Wizards motiviert und optimistisch in die Partie, geeint durch das Ziel zurück in die Erfolgsspur zu finden.
Das Spiel startete fahrig. Zwar gelang es den Wizards, die taktische Einstellung von Coach Heuser umzusetzen und die schnellen Angriffe der athletischen Gelnhausener abzufangen, doch offensiv fehlte den Wizards zu Beginn die nötige Ruhe. Gelnhausen traf hingegen überraschend gut von außen. Babenhausen suchte und fand im Gegenzug Center Oliver Rohs unter dem Korb für einfache Punkte. Mitte des ersten Viertels gelang es der Mannschaft aus Geldhausen ihre Athletik auszuspielen und fand offensiv schnelle Abschlüsse und den Weg zum Korb. Die Wizards waren in dieser Phase nicht auf der Höhe. So gelang es der Gastmannschaft zwischenzeitlich auf 10 Punkte davon zu ziehen (10:20, 9. Minute). Doch Babenhausen hielt dagegen und nahm den Kampf an. Tim-David Schrädt sorgte mit Hustle-Plays unter dem Korb für Punkte von der Freiwurflinie. Aufbau Ersin Bayazit setzte gewohnt zielsicher den Schlusspunkt im ersten Viertel und brachte Babenhausen mit einem Dreier zurück in Schlagdistanz (18:23).
Im zweiten Spielabschnitt starteten die Wizards zunächst ruhig und geordnet. Die Mannschaft fand erneut Rohs für sichere Punkte unter dem Korb. Dann folgte jedoch eine kurze Phase, in der genau das geschah wovor Coach Christian Heuser in seinen Ansprachen gewarnt hatte und was den Wizards schon im Hinspiel Kopfschmerzen bereitet hatte. Der Gelnhausener Luca Pillot nutzte seine athletische Überlegenheit, suchte den Weg zum Korb und sorgte alleine für 7 Punkte in Serie. Hinzu kamen unnötige Turnover der Wizards-Aufbauspieler. Coach Heuser reagierte, nahm eine Auszeit und fand die richtigen Worte. Babenhausen kam stark aus der Auszeit, verteidigte nun besser. Und offensiv fand man auch wieder besser in Spiel. So fand Klisura Rohs unterm Korb, Schrädt punktete von der gleichen Stelle und von der Dreierlinie. Hierbei erhielt er Unterstützung von Bayazit und Kapitän Michael Harris. Den Wizards gelangen alleine in diesem Abschnitt vier Dreier. Damit waren sie zurück im Spiel und es ging mit einem guten Gefühl, dem Momentum und nur noch zwei Punkten Rückstand in die Halbzeit (41:43).
In Hälfte zwei setzten die Wizards das Vorgenommene nun genauso um wie geplant. Was in der 1. Hälfte noch nicht so gut lief, funktionierte nun besser. Die jungen Aufbauspieler Rickey Long und Max Heuser entlasteten die Stammkräfte nun souverän im Ballvortrag und spielten eine starke Verteidigung. Rickey Long sorgte nun auch für wichtige Punkte in einem zunächst weiter engen Spiel. Zusätzlich zum gewohnt souveränen Setplay spielten die Wizards jetzt teilweise auch schnellen Basketball. Gelnhausen wurde nun zusehends nervös und ließ sich auf Diskussionen mit den Schiedsrichtern ein. Es wiederholte sich in Teilen das Skript aus dem Hinspiel. Gelnhausen verlor den Fokus, die Wizards behielten einen kühlen Kopf. Knapp zwei Minuten vor Schluss beendete Schrädt mit seinem dritten Dreier jegliche Hoffnungen der Gastmannschaft noch mit einem Sieg aus Babenhausen abzureisen (93:81).
Es spielten: Oliver Rohs (26 Punkte), Tim-David Schrädt (19/3 Dreier), Amil Klisura (11), Ersin Bayazit (11/3), Rickey Long (10/1), Michael Harris (8/1), Alenko Zukanovic (7), Max Heuser (1), Felix Klietsch, Anton Klug
Nach drei Niederlagen gelingt die Wende und die Rückkehr in die Erfolgsspur. Auch wenn noch nicht alle Zahnräder ineinandergreifen, war es ein Schritt in die richtige Richtung. Am kommenden Wochenende haben die Wizards spielfrei. Anschließend geht es zum MTV Giessen, wo sich die Wizards gegen einen starken, motivierten Gegner erneut steigern müssen, um die Siegerstraße nicht gleich wieder zu verlassen. (fk)