H1: Dritte Niederlage in Folge – Wizards lassen in Lich zu viel liegen
TV Lich II : TV Babenhausen – 98:94 (53:45)
Am Samstag, den 31. Januar, traten die Babenhausen Wizards auswärts bei der zweiten Mannschaft des TV Lich an. Als Tabellenführer, der in diesem Kalenderjahr bislang noch keinen Sieg verbuchen konnte, war die Zielsetzung klar: Gegen den Tabellenletzten sollte endlich die Trendwende gelingen. Trotz der Rückkehr von Tim-David Schrädtmusste der TVB weiterhin auf Frederik Fischbach (Knieprobleme) und Kapitän Amil Klisura verzichten – Ausreden durfte es dennoch nicht geben.
Der Start in die Partie geriet sinnbildlich für den gesamten Abend. Die körperlich unterlegenen, aber deutlich schnelleren Gastgeber aus Lich setzten von Beginn an auf hohes Tempo und konsequente Transition-Offense. Die Wizards fanden defensiv kaum Zugriff, insbesondere die Verteidigung nach Ballverlusten funktionierte nicht. Lich kam immer wieder zu einfachen Punkten im Fastbreak. Bereits nach dem ersten Viertel führte das Heimteam mit 26:17, und auch im zweiten Abschnitt setzte sich dieses Bild fort. Nach nur 15 Minuten Spielzeit lag Babenhausen bereits mit 42:26 zurück – eine 16-Punkte-Hypothek, die vor allem aus mangelnder Aggressivität, fehlender Kommunikation und großen Lücken in der Transition-Defense resultierte. In dieser Phase kam zusätzlich Frust auf. Mehrfach haderten die Wizards sichtbar mit Schiedsrichterentscheidungen, anstatt sich konsequent auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren. Dieser fehlende Fokus wirkte sich insbesondere defensiv negativ aus und verhinderte frühzeitig eine echte Stabilisierung des Spiels.Zwar gelang es den Wizards, das zweite Viertel ausgeglichener zu gestalten, dennoch ging es mit einem 53:45-Rückstand in die Halbzeitpause.
Nach der Pause zeigten die Wizards zumindest kämpferisch ein anderes Gesicht. Angeführt von Oliver Rohs (28 Punkte) und einem stark aufgelegten Ersin Bayazit, der sieben Dreipunktewürfe traf, arbeitete sich Babenhausen mehrfach wieder heran. Positiv hervorzuheben war auch die im Vergleich zu den letzten Spielen verbesserte Freiwurfquote, die half, den Rückstand zu verkürzen. Doch jeder Annäherung folgte postwendend der nächste defensive Breakdown. Lich fand immer wieder einfache Lösungen – sei es durch Tempo, Second-Chance-Punkte oder schlecht verteidigte Abschlüsse nach Ballverlusten. Die Wizards gewannen zwar das Schlussviertel, doch die Hypothek aus der ersten Halbzeit erwies sich als zu groß.
Am Ende steht eine 98:94-Niederlage – die dritte in Folge, und das ausgerechnet gegen den Tabellenletzten. Trotz individueller Offensivleistungen und einer ordentlichen zweiten Halbzeit reichte es nicht, um die Partie zu drehen. Zu viele defensive Lücken, insbesondere im Umschaltspiel, fehlende Konsequenz über 40 Minuten und unnötiger Fokus auf äußere Umstände verhinderten einen dringend benötigten Erfolg.
Es spielten: Oliver Rohs (28 Punkte), Ersin Bayazit (26/7 Dreier), Michael Harris (17/4), Rickey Long (7/2), Alenko Zukanovic (7), Magnus Scharff (5/1), Tim-David Schrädt (4), Max Heuser, Felix Klietsch
Das nächstes Spiel findet am Samstag dem 07.02. in Babenhäuser Halle statt. Nachdem selbst der Tabellenletze Punkte gegen Babenhausen einfahren konnte, gilt es nun gegen den Tabellenvorletzen Gelenhausen zu alter Stärke zurück zu finden. Positiv, Amil Klisura wird als Strukurgeber und Offensiv/Defensiv Koordinator zurück sein, und Thomas Hüther wird aktiv an der Seite unterstützen. (mh)